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19. Jahrhundert

Die Napoleonischen Kriege und das Ende des Alten Reiches hatten auch Auswirkungen auf Coburg. 1807 wurde Herzog Ernst I. zwar wieder in ein souveränes Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld (ab 1826 dann Sachsen-Coburg und Gotha) eingesetzt, Verfassung und Verwaltung hatten sich aber wesentlich geändert. Das wirkte sich auch auf die herzogliche Bibliothek aus. Ihr Etat musste bewilligt werden und wurde deutlich gekürzt. Forbergs Arbeit wurde weit gehend auf die Erschließung begrenzt. Zunehmend wurde die Bibliothek durch Hofbeamte, die ortsansässige Bildungsschicht und Geschäftsleute genutzt. Mehrfach kam es wegen der Finanzausstattung und dem Eigentum an den Beständen zu Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog und den Ständen. In der Bezeichnung Hof- und Staatsbibliothek kommt die Entwicklung der ehemals herzoglichen Bibliotheken zu einer überwiegend aus öffentlichen Geldern unterhaltenen Einrichtung zum Ausdruck. Der hohe Ausbaustand der Bibliothek zum Ende des alten Reiches  konnte unter den veränderten Bedingungen nicht aufrecht erhalten werden.

 

Neben der Hof- und Staatsbibliothek hatten die Mitglieder der herzoglichen Familie privaten Buchbesitz. Darin finden sowohl ihre persönlichen Neigungen und Interessen beziehungsweise ihre mäzenatischen Bestrebungen als auch die im 19. Jahrhundert europaweiten familiären Verflechtungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha ihren Niederschlag. <LINK: Herzogliche Privatbibliothek>

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