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Verwaltung durch den Freistaat Bayern ab 1973

 

In der Zeit ab 1949/50 litt die Bibliothek unter einer erheblichen Ressourcenknappheit, vor allem räumlich-baulicher Art. Die Mittel der Landesstiftung reichten neben dem Ankauf der vielen Einzelbibliotheken nicht aus, um die Landesbibliothek und ihre anderen Einrichtungen <LINK: Coburger Landesstiftung> angemessen unterhalten zu können. In dieser  Situation kamen Überlegungen auf, die Landesbibliothek in staatliche Verwaltung übergehen zu lassen. Nach einem gut 20-jährigen Prozess schlossen zum Jahreswechsel 1972/73 die Coburger Landesstiftung und der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus, ein entsprechendes Übereinkommen. <LINK> Danach wird (Punkt 1) „die Landesbibliothek Coburg unter Wahrung ihrer historisch-traditionellen Bindung an Coburg ab 1. Januar 1973 in die Verwaltung des Freistaats Bayern übernommen und nach Maßgabe der Bestimmungen über die Organisation der bayerischen Staatsverwaltung der Generaldirektion der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken verwaltungsmäßig […] unmittelbar nachgeordnet.“

 

Die Verwaltungsübernahme zog sich nicht zuletzt deswegen so lange hin, weil sich die Frage nach dem Eigentum an den Beständen als besonders verwickelt und kaum zu klären darstellte. Das hängt nicht zuletzt mit den Besonderheiten der Coburger Geschichte zusammen. Letztendlich wurde die Eigentumsfrage ausgeklammert. Im Übereinkommen (Punkt 9) wird lapidar festgelegt, „die Eigentumsverhältnisse an den Beständen der Landesbibliothek […] werden nicht berührt.“

 

Das Übereinkommen stand unter dem Vorbehalt, dass der Bayerische Landtag den oben zitierten Passus § 3 Nr. 4 aus dem Landesstiftungsgesetz aufhebt, was am 25. Oktober 1973 rückwirkend zum 1. Januar geschah.                   

 

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