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Coburger Bibliotheken Johann Casimirs


Bibliotheksgeschichtlich war Johann Casimir aus zwei Gründen sehr wichtig für Coburg:

Zum einen forderte er von seinem Weimarer Vetter 1589/90 erfolgreich die Herausgabe der Bibliothek seines Vaters Johann Friedrichs II. Sie war bereits über Weimar, dem neuen ernestinischen Zentrum, nach Jena gebracht worden. Dort sollte sie zusammen mit der einstigen kursächsischen Bibliothek (Bibliotheca Electoralis) aus Wittenberg den Grundstock für die neu gegründete ernestinische Universität Jena bilden. Im 30-jährigen Krieg gingen große Teile der in der Ehrenburg untergebrachten Bibliothek Johann Friedrichs II. verloren, aber nicht alle. Die wertvollsten und bedeutendsten Handschriften der Landesbibliothek Coburg stammen vielmehr aus diesem Bestand, z. B. die Chronik der Sachsen und Thüringer von Georg Spalatin <LINK>.

Zum anderen gründete Johann Casimir 1605 das Gymnasium Casimirianum. Dabei hatte er den Hintergedanken, daraus mittelfristig eine zweite ernestinische Landesuniversität neben Jena zu errichten. Auch wenn diese Pläne nicht verwirklicht wurden, entspricht die bibliothekarische Ausstattung der Neugründung doch der einer damaligen Universität. <LINK: Casimiriana>

    

Aus der Bibliothek Johann Friedrichs des Mittleren: Sammelband mit Heiligenleben, bes. Landgraf Ludwigs IV. und Elisabeths von Thüringen. Einband und Seiten. Signatur Ms Cas 102.

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