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Verehrliher Magistrat! Besondere Verhältnisse machen es mir wünschenswerth mein  Heimathrecht in der Stadt Wien aufzugeben und das deutsche Reichsbürgerrecht zu erwerben. Zu diesem Behufe wünsche ich mich für die Zukunft in der freundlichen Stadt Coburg unter der Regierung des kunstsinnigen Herzogs Ernst niederzulassen … Hiermit erlaube ich mir gehorsamste Bitte auszusprechen, dass der verehrliche Magistrat mir das Bürgerrecht der Stadt Coburg gütigst verleihen … möge. 

Johann Strauß an den Coburger Magistrat 

Vorwort 

Nach der Trennung von  seiner zweiten Frau Angelica (Lilli), geb. Dittrich, 1882 lernt Johann Strauß die Witwe Adele Strauß, geb. Deutsch, kennen.Weil im katholischen Österreich eine Wiederverheiratung nicht möglich ist, tritt er 1886 zum Protestantismus über, beantragt die Staatsbürgerschaft des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha und bittet Herzog Ernst II. um Gewährung der Ehescheidung. 1887 wird er Staatsbürger von Sachsen-Coburg und Gotha, verlegt seinen Wohnsitz nach Coburg, und seine kirchenrechtlich immer noch existierende Ehe wird rechtsgültig geschieden. Am 15. August findet die standesamtliche Trauung im Coburger Rathaus statt, anschließend die kirchliche Trauung in der Schlosskirche. Kurz darauf verlässt er Coburg und kommt nicht wieder. Am 1.9.1887 wird in das Melderegister eingetragen: „Ab nach Wien.“ Was Coburg von Johann Strauß geblieben ist, zeigt die Ausstellung im Vorsaal der Landesbibliothek anhand ausgewählter Beispiele aus eigenen Bestände, aus dem Bestand der Theaterbibliothek und dem Archiv der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft.  

Geliebtes Herz! Was thut man nicht alles für ein Weib! Was ich an einem Tag ausgestanden können andere nicht in Jahren! … Gleich nach meiner Ankunft war ich mit Trutter beim Oberbürgermeister, ferner bei dem Oberjustizrath und schließlich bei dem Obermagistratsbeamten, welch letzterer meine schriftliche Bestätigung abnahm, dass ich in Coburg Wohnung genommen und als Coburger Bürger daselbst verbleiben werde. Du kannst Dir vorstellen, wie schwer es mir gefallen, gleich nach Ankunft und rasch gewechselter Toilette diesen Obliegenheiten zu folgen. 

Johann Strauß an Adele   
 
 
Vitrine 1: Johann Strauß in Coburg

Panorama von Coburg.
Nach der Natur gezeichnet und lithographiert von Wilhelm Geissler.
Coburg um 1880
Kt D 309

Adele und Johann Strauß.In: Johann Strauß und Coburg. Coburg 1990
Cob-91,56

Brief von Johann Strauß an Adele, Coburg im Januar 1887
Ms 379. 
Strauß schreibt u.a.: „… wenn Du ehrlich bist … so mußt Du gegen mich – Deinen Jeany Gerechtigkeit widerfahren lassen – er fügt sich in Alles – ja in’s größte Ungemach um Dir zu beweisen, daß er Dir mit Herz und Seele ergeben und keinem anderen Weibe zu Liebe hätte gethan was er für Dich thut …“ 

Scheidungsdekret für Johann und Angelika Strauß vom 11.7.1887
Ms 425/3.1.4

Heiratsurkunde für Johann und Adele Strauß vom 15.8.1887
Kopie (Original im Stadtarchiv Coburg) 

Bitte Deiner lieben Frau zu melden, dass ich Coburg eigentlich im Ganzen und Großen herzlich fad finde – die Luft, Temperatur bisher sehr abkühlend wirkt, doch vertreibe ich mir die Grausbirn mit Gut-Essen, Gut-Trinken, viel-Schlafen und lasse in meine Partitur echte österreichische Juchezer insgeheim einfließen. In unseren Kerker eingeschlossen, um sonst nichts uns kümmernd, verleben wir die Tage in dem von Kindern gesegneten Coburg. 

Johann Strauß an Rechtsanwalt Trutter  
 
 
Vitrine 2: Das Archiv der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft

Das Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark Wien.
Photographie aus der Photosammlung der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft.
JSG G 2009

Johann Strauß. Unter Donner und Blitz. Begleitbuch und Katalog zur Sonderausstellung im Historischen Museum der Stadt Wien.
Wien 1999
JSG A 29

Ekker, Ernst A., und Doris Eisenburger: Johann Strauß. Ein musikalisches Bilderbuch. Wien 1998
JSG A 28

Prawy, Marcel: Johann Strauss. Wien 1991
JSG A 10

Dachs, Robert: Johann Strauss: „Was geh’ ich mich an?!“ Glanz und Dunkelheit im Leben des Walzerkönigs. Graz 1999
JSG A 56

Endler, Franz: Johann Strauss. Um die Welt im Dreivierteltakt. Wien 1998
JSG A 65

Prange, Peter: Die Strauß-Dynastie. Roman. Stuttgart 1991
JSG A 76

Johann-Strauß-Medaille anlässlich der Coburger Johann-Strauss-Tage
im Juli 1992.
JSG H 8  
 
Strauß ist der musikalischste Schädel des Jahrhunderts. 

Richard Wagner  

Vitrine 3: 111 x an der schönen blauen Donau 
Tonträger aus dem Bestand der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft und der Landesbibliothek Coburg  

Claudio Abbado und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 33Paul Angerer und das Wiener Kammerorchester. – JSG C 3263
Norbert Balatsch und der Wiener Männergesang-Verein. – JSG C 3201Johann Berger und das Wiener Ball-Orchester. – JSG C 3262
Leonard Bernstein und die New Yorker Philharmoniker. – JSG C 3134
Leonard Bernstein und die New Yorker Philharmoniker. – JSG C 3133
Karl Böhm und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 24Karl Böhm und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3112Richard Bonynge und das National Philharmonic Orchestra. – JSG C 3138
Willi Boskovsky und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG C 3100Willi Boskovsky und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG C 3039Willi Boskovsky und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 68
Willi Boskovsky und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3083
Hermann von Brauchscholtz und die Wiener Symphoniker. – JSG C 3181
D’Artega und The Symphony of the Air. – JSG C 3278
Otto Dobrindt und das Leipziger Gewandhaus-Orchester. – JSG C 3284
Antal Dorati und das London Philharmonic Orchestra. – JSG C 3283
Alfred Eschwé und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG D 72Arthur Fiedler und das Boston Promenade Orchestra. – JSG C 101
Arthur Fiedler und das Boston Promenade Orchestra. – JSG C 3266
Oivin Fjeldstad und das Oslo Philharmonic Orchestra. – JSG C 3277
Ferenc Fricsay und das Radio-Symphonie-Orchester Berlin. – JSG C 3127
Ferenc Fricsay und das Radio-Symphonie-Orchester Berlin. – JSG C 3190
Helmuth Froschauer und die Wiener Sängerknaben. – JSG C 67Wilhelm Furtwängler und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3119Hans Gillesberger und die Wiener Sängerknaben. – JSG C 68Hans Gillesberger und die Wiener Sängerknaben. – JSG C 3202Theodor Guschlbauer und das London Philharmonic Orchestra. – JSG C 3161a
Ingeborg Hallstein. – JSG C 3273
Nikolaus Harnoncourt und das Royal Concertgebouw Orchestra. – JSG D 84Nikolaus Harnoncourt und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 108
Nikolaus Harnoncourt und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 41
Procol Harum. – JSG C 3197
Herbert von Karajan und das Philharmonia Orchestra London. – JSG C 570
Herbert von Karajan und das Philharmonia Orchestra London. – JSG C 3114
Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker. – JSG C 3110
Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker. – JSG C 3107
Herbert von Karajan und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3196
Carlos Kleiber und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 65
Erich Kleiber und die Berliner Philharmoniker. – JSG C 6Clemens Krauss und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3060
Clemens Krauss und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3059
Clemens Krauss und das Wiener Symphonieorchester. – JSG C 3069
Josef Krips und das Wiener Festspielorchester. – JSG C 74
Josef Krips und das Wiener Festspielorchester. – JSG C 3122
Josef Krips und die Wiener Philharmoniker. – JSG C 3121
Lionel Krips und das Wiener Symphonieorchester. – JSG E 63
Arthur Kulling und Das Alt-Wiener Strauss-Ensemble. – JSG D 10
 
Vitrine 3  

Lorin Maazel und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 127Lorin Maazel und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 11
Jean Martinon und das London Philharmonic Orchestra. – JSG C 3259
Franz Marzalek und das Wiener Ball-Orchester. – JSG C 3251
Zubin Mehta und die Wiener Philharmoniker. – CD 13
Zubin Mehta und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 32
Xaver Meyer und der Wiener Männergesang-Verein. – JSG C 65Xaver Meyer und der Wiener Männergesang-Verein. – JSG C 3200Richard Müller-Lampertz und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg. – JSG C 43Richard Müller-Lampertz und ein großes Walzer-Orchester. – JSG C 3256Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 89
Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 114
Heinz Neubrand und das Wiener Promenadenorchester. – JSG C 108
Franz Otto und das Orchester der Wiener Ballsäle. – JSG C 71Seiji Ozawa und die Wiener Philharmoniker. – JSG D 98
Anton Paulik und das Orchester der Wiener Staatsoper. – JSG C 3158
Anton Paulik und das Orchester der Wiener Volksoper. – JSG C 100
Anton Paulik und das Orchester der Wiener Volksoper. – JSG C 3150
Herbert Paulik und die Wiener Symphoniker. – JSG C 3159
Michael Raucheisen und das Wiener Promenaden-Orchester. – JSG C 3261a
Michael Raucheisen und das Wiener Promenaden-Orchester. – JSG C 3261
Fritz Reiner und das Chicago Symphony Orchestra. – JSG C 3279
Kurt Richter und das Wiener Konzert-Orchester. – JSG C 566
Artur Rodzinski und die Londoner Philharmoniker. – JSG C 3290
Jack Rothstein und das Johann Strauss Orchestra. – JSG C 41
Gennadij Roždestvenskij und das USSR TV and Radio Large Symphony Orchestra. – JSG C 4Julius Rudel und das Orchester der Wiener Staatsoper. – JSG C 3276
Julius Rudel und das Orchester der Wiener Staatsoper. – JSG C 3180
Olaf Rudner und das Stockholms Strauss-Orkester. – JSG D 92
Franz Salmhofer und das Orchester der Wiener Staatsoper. – JSG C 3177
Hans Sandauer am Klavier. – JSG C 3210
Wolfgang Sawallisch und die Wiener Symphoniker. – JSG C 583
Wolfgang Sawallisch und die Wiener Symphoniker. – JSG C 3135
Max Schönherr und das große Wiener Funkorchester. – JSG C 3176Alfred Scholz und das Mozarteum-Orchester. – JSG C 3143a
Alfred Scholz und das Mozarteum-Orchester. – JSG C 3139
Alfred Scholz und das Orchester der Wiener Volksoper. – JSG D 88
Otto Schulhof am Klavier. – JSG C 3209
Herbert Siebert und das Johann-Strauß-Orchester Wiesbaden. – JSG D 18Robert Stolz und die Wiener Symphoniker. – Sp 146
Robert Stolz und die Wiener Symphoniker. – JSG C 3166
Robert Stolz und die Wiener Symphoniker. – JSG C 3172
Eduard Strauß und die Innsbrucker Symphoniker. – JSG C 3051Eduard Strauß und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG C 3144Eduard Strauß und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG C 3048Eduard Strauß und das Orchester der Wiener Staatsoper. – JSG C 3053Eduard Strauß und das Orchester der Wiener Volksoper. – JSG C 3042Eduard Strauß und sein Orchester. – JSG D 38Eduard Strauß und sein Orchester. – JSG C 3040Johann Strauß III und ein Symphonieorchester. – JSG C 3199Rudolf Streicher und das Wiener Johann-Strauß-Orchester. – JSG D 70George Szell und das Cleveland Orchestra. – JSG C 3132
Der Tölzer Knabenchor. – JSG C 3208Leonhard Villinger und das Vienna Pops Orchestra. – JSG C 3282
Bruno Walter und das Columbia Symphony Orchestra. – JSG C 586
Bruno Walter und das Columbia Symphony Orchestra. – JSG C 3131
Paul Walter und die Wiener Symphoniker. – JSG C 34
Johannes Wildner und das Czecho-Slovak State Philharmonic Orchestra. – CD 2 (33)
Helmut Zacharias. – JSG C 3195
Ein großes Operetten-Orchester. – JSG C 3252Doppelquartett des Berliner Lehrer-Gesang-Vereins. – JSG C 9
Drehorgel – TB Sp 39
22 Interpretationsbeispiele. – JSG E 3299

Adele und ich kehren gern nach Wien zurück, auch wenn wir jetzt Deutsche sind. Ungern aber doch werden wir Coburg verlassen, wo uns soviel Gutes angetan ward. Der gute Herzog wird uns sehr vermissen, wir ihn aber auch. Wenn es mir noch vergönnt ist, will ich mit der Kapelle nach Coburg reisen und dorten concertiren, vor dem Herzog und für Coburg. Nie hätte ich gedacht, dass ein Stückchen meines Herzens in dieser Stadt bleiben wird, wo ich sie doch erstens nicht konnte leiden. 

Johann Strauß an seinen Bruder Eduard  
 
 
Vitrine 4: Johann Strauß in der Landesbibliothek 

Johann Strauß.Photographie einer Lithographie.
GP A Strauß 1 

Strauß, Johann <Sohn>: Albion-Polka für das Pianoforte, 102. Werk. Wien 1852
Mus 1317#11
Mit gedruckter Widmung an Albert, Prinzgemahl von Großbritannien 

Strauß, Johann <Sohn>: Windsor-Klänge. Walzer für das Pianoforte, 104. Werk. Wien 1852
Mus 1320#15
Mit gedruckter Widmung an Viktoria, Königin von Großbritannien 

Strauß, Johann <Sohn>: Neues Leben. Polka française für das Pianoforte, 278. Werk. Wien 1864
Mus 1311
Mit gedruckter Widmung an Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

Strauß, Johann <Sohn>: Neues Leben. Polka française. Partitur in Kopistenhandschrift von Georg Kraus mit handgefertigtem Titelblatt. 
Ms Mus 49
Geschenk des Komponisten an Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

Strauß, Johann <Sohn>: An der schönen, blauen Donau. Walzer für das Pianoforte, op. 314. Wien 1867
Mus 1310

Strauß, Johann <Sohn>: Ritter Pasman. Komische Oper in drei Acten.Clavierauszug mit Text. Berlin 1892
Mus 755
Widmungsexemplar für Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

Immer warst Du auf der Suche nach dem Glück, jenem Glück aber , das nur Dir gehört. In Wien hast Du es gefunden, in Coburg wurde es vollendet. Die Weltstadt und die Welt hast du mitgeformt – die kleine Residenz verhalf Dir zur letzten, zur schönsten Form. 

Max Kalbeck in seinem Nachruf auf Johann Strauß 
 
 
Vitrine 5: Johann Strauß in der Landesbibliothek 

Adele Strauß.
Aquarelliertes Brustbild aus dem Atelier Pietzner 1893
Ms 425/3.2.13

Sommerkonzert in Pawlowsk.Aquarell, um 1860 
Ms 425/3.2.5

Johann Strauß gab von 1856-1865 regelmäßig Sommerkonzerte in Pawlowsk bei Sankt Petersburg. Am Eingang des Schlossparks steht heute ein Johann-Strauß-Denkmal. Johann Strauß und Dommayers Kasino in Hietzing.Aquarell von E. Graner 1925
Ms 425/3.2.1

4 Zigarettenspitzen von Johann Strauß.
Ms 425/3.3

Blumen vom Sterbebett.
Ms 425/3.3

Das Grab von Johann Strauß auf dem Zentralfriedhof in Wien.Photographie aus der Photosammlung der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft.
JSG G 2009,53

Telegramm von Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha an Johann Strauß 1888
Ms 425/2.3.1

Eigenhändiges Werkverzeichnis von Johann Strauß. Undatiert (ca. 1898)
Ms 425/1.4

Farbige Bildpostkarte „Die Fledermaus“ zum 25jährigen Aufführungsjubiläum 1899 mit eigenhändiger Notenzeile von Johann Strauß.
Ms 425/1.1
 
Der Mann trieft ja von Musik, dem fällt immer etwas ein, darin unterscheidet er sich von uns anderen. 

Johannes Brahms über Johann Strauß 
 
Vitrine 6: Johann Strauß im Landestheater  

Johann Strauß und Johannes Brahms 1890 in Bad Ischl.
Photographie aus der Photosammlung der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft.
JSG G 2009,9

Johann-Strauss-Gala. Powerpoint-Bildpräsentation des Landestheaters Coburg 2003.
Zusammengestellt von Ralph Braun. 
JSG D 121

Die Fledermaus. Operette in 3 Acten von Johann Strauß.Aufführungsmaterial aus der Bibliothek des Herzoglichen Hoftheaters Coburg-Gotha.
TB Op 366 (Nach über 300 Aufführungen starke Gebrauchsspuren) 

Der Zigeunerbaron. Operette von Johann Strauß.
Theaterzettel vom 28.5.1981 (Kopie)

Der Zigeunerbaron. Operette von Johann Strauß.
3 Photographien aus der Photosammlung des Landestheaters Coburg.
TB Fo 9 (111) 

Wiener Blut. Operette von Johann Strauß.Theaterzettel vom 31.12.1983 (Kopie)

Wiener Blut. Operette von Johann Strauß.
3 Photographien aus der Photosammlung der Landestheaters Coburg.
TB Fo 9 (190) 

Simplicius. Operette von Johann Strauß.
Szenisch-konzertante Neufassung von Ralph Braun.
Deutsche Erstaufführung im Landestheater Coburg ab 19. Juni 2004.Kopiertes Titelblatt des Textbuches.
Q 2004,271

Simplicius. Operette in einem Vorspiel u. 2 Acten von Victor Léon. Musik von Johann Strauß.Handschriftliches Textbuch mit Widmung an Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha.
Ms 135
Ledereinband mit Goldprägung 

Simplicius. Operette in 3 Acten von Victor Léon. Musik von Johann Strauß.
Vollständiger Clavierauszug mit Text. Hamburg 1887
Mus 756
Widmungsexemplar für Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha


Johann Strauß war ein großer Meister, wir alle anderen sind nur kleine Meister, die in seiner Nachfolge stehen. 
Nico Dostal an seinem 80. Geburtstag 
 
Stellwand 1: 

Coburger Theaterzettel Kopien aus den Zettelbüchern der Theaterbibliothek.
TB WW 745
  
Der lustige Krieg. 15.12.1882 

Der Zigeunerbaron. 24.4.1889 

Der Zigeunerbaron. 23.9.1894 

Waldmeister. 17.10.1897 

Der Zigeunerbaron. 1.1.1900 

Die Fledermaus. 1.1.1924 

Eine Nacht in Venedig. 5.6.1929 

Wiener Blut. 31.12.1983   
 
Stellwand 2: 

Johann Strauß in der Karikatur  
„Johann Strauß, der Walzerkönig“. Wiener Karikatur aus dem Jahre 1876.
Kopie aus: Schneidereit, Otto: Johann Strauss und die Stadt an der schönen blauen Donau. Berlin 1975JSG A 159

“Eduard Strauß“.Karikatur, gezeichnet von Johann Strauß.Kopie aus: Schneidereit, Otto: Johann Strauss und die Stadt an der schönen blauen Donau. Berlin 1975JSG A 159
 „Offenbach: Na, was beweist das, dass Sie mich aufwiegen, Herr von Strauß? Umsomehr bleibe gerade ich der einzige Repräsentant der leichten Muse.“Wiener Karikatur.
Kopie aus: Storck, Karl: Musik und Musiker in Karikatur und Satire. Oldenburg 1910.
Q 69,18

„Johann Strauß im Himmel“
Aus dem „Floh“.Kopie aus: Storck, Karl: Musik und Musiker in Karikatur und Satire. Oldenburg 1910.
Q 69,18

„Um der Damenwelt zu gefallen, muß ein Kapellmeister jetzt schon solche Stellungen machen!“Aus „Kikeriki“, 19.1.1865.
Kopie aus: Wiener Strauß-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Wien 199999,571

„Gallerie bekannter Wiener Persönlichkeiten: Johann Strauss“.
Aus „Wiener Punsch“.
Kopie aus: Wiener Strauß-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Wien 199999,571

„Johann Strauß, der Neuvermählte“.
Aus „Kikerik“, 6.6.1878.Kopie aus: Wiener Strauß-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Wien 1999
99,571

“Eine Nacht in Venedig“.
Unsignierte Karikatur aus dem Verlag Heck in Wien.
Kopie aus: Wiener Strauß-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Wien 199999,571

„Die beiden Sträuße: Der zahme Johann vor den Wilden. Der wilde Eduard vor den Zahmen“.
Aus dem „Floh“.
Kopie aus: Wiener Strauß-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Wien 1999
99,571 

„Fledermaus“.Gedicht von Christian Morgenstern.
Kopie aus: Knessl, Lothar: Humor am Rand der Notenlinien. Salzburg 1966
JSG A 2143 
 
Der arglose Verschwender so vieler Glückseligkeiten.  

Karl Kraus

  
Stellwand 3: 

Johann Mouse „Johann Mouse“.
Ein Zeichentrickfilm aus der Serie „Tom und Jerry“ von Fred Quimby.14 Aufnahmen von Dieter Ertel

Die Maus Johann lebt in Wien im Haus von Johann Strauß. Immer wenn der Meister auf dem Klavier spielt, tanzt sie wie verzaubert zu den herrlichen Melodien. Das gibt der Katze Gelegenheit, ihr aufzulauern und sie zu jagen. Als Johann Strauß für eine längere Zeit auf Reisen geht, hat die Katze ein Problem: Ohne Klavierspiel keine tanzende Maus und ohne tanzende Maus keine Mäusejagd. Sie lernt also selbst, Melodien von Johann Strauß auf dem Klavier zu spielen, und die Maus fällt darauf herein. Als die Bediensteten das beobachten, verbreitet sich das Gerücht von der Katze, die Klavier spielt, und von der Maus, die Walzer tanzt, wie ein Lauffeuer in ganz Wien, und auch der Kaiser erfährt davon. Er lässt die beiden in seinen Palast kommen, und sie geben eine Vorstellung, die nach anfänglichem Erfolg allerdings damit endet, dass die Katze von ihrem Jagdtrieb übermannt wird und die Maus durch das Schloss treibt. 

 
Ausstellung und Katalogtext: Rudi Mechthold

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