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"WortSpiele Oberfranken"

Jean Paul: Bier, Bier, Bier oder: das "schöne Melodrama" des Lebens. 
Texte und Musik. 

Jean Paul

"Jean Paul: Bier, Bier, Bier oder: das "schöne Melodrama" des Lebens" erwartet die Besucher beim "Theater Extra" am 18. März, 20.00 Uhr in der Reithalle des Landestheaters. 

Johann Paul Friedrich Richter (1763 - 1825), der sich Jean Paul nannte, stellte 1803 sein "Dintenfas" in Coburg auf. Dazu gesellte sich schnell ein zweites Fass, nämlich das immer sehnsüchtig erwartete Bierfass aus Bayreuth. Ohne diesen "Trinkunfug", wie er es selbst nannte, war Jean Paul nach eigener Einschätzung das Schreiben nicht möglich. Seine Frau Karoline stellte dazu sarkastisch in einem Brief aus Coburg kurz nach der Geburt des Sohnes Max 1804 fest: "Bei der Einfahrt eines Bierfasses in Koburg läuft er seliger umher als bei dem Eintritt eines Kindes in die Welt." 

Nicht nur daran war das gar nicht so "schöne" Melodrama des Richterschen Ehelebens zu erkennen. 

Jean Paul, seinerzeit ein vor allem von Frauen gelesener, sehr erfolgreicher Autor (Hesperus, Siebenkäs, Titan, Leben des vergnügten Schulmeisterlein Wutz etc.), war besonders in seinen frühen Werken nach heutigen Begriffen ein "Frauenversteher". Die damalige Coburger Herzogin Auguste nennt er in einem Brief seine "brünstigste Leserin". Im Widerspruch dazu stehen die immer stärker ausgeprägten Neigungen zum "Haustyrannen", der gegenüber seiner Ehefrau beanspruchte, in allen Erziehungsfragen die "Oberhoheit" zu haben. Allerdings unterschied ihn dies kaum von der Mehrzahl seiner männlichen Zeitgenossen. 

Trotz mancher vor allem für uns Heutige "kuriosen" Verhaltensweisen war Jean Paul ein außerordentlicher Schriftsteller und meisterhafter Sprachkünstler, kein "komischer Kauz".

Mitwirkende: 

Klaus-Dieter König, Stephan Mertl (Sprecher), Hans Stähli am Flügel, Edmund Frey (Textauswahl und Moderation) Selbstverständlich gibt es an diesem Abend das von Jean Paul geliebte "bittere Bier".

Karten im Vorverkauf: Landestheater und TCC. Eintritt: 5 €.

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